Noch 2 Plätze frei – Pilgerwanderung zum Heiligen Jahr von Rieti nach Rom

Pilger der Hoffnung – Auf dem Franziskusweg von Rieti nach Rom


Am 24. Oktober 2025 brechen 15 Südtiroler „Pilger der Hoffnung“, geführt von Pilgerbegleiter Heiner Nicolussi, auf, um von Rieti nach Rom zu pilgern. Von Bozen fahren wir mit dem Zug über Rom nach Terni und von dort mit einem Nostalgiezug weiter bis nach Rieti. Dort übernachten wir im Hotel Europa.

25. Oktober 2025 Rieti – Poggio San Lorenzo

Nach dem Frühstück schultern wir unsere Rucksäcke und kaufen im nahegelegenen „Alimentare“ Proviant für unterwegs. Dann führt uns der Weg durch dich malerische Altstadt von Rieti bis zur Piazza San Rufo, wo der sogenannte „Umbilicus Italiae“, das geografische Zentrum Italiens durch einen Gedenkstein dargestellt ist.

Weiter geht’s zur Franziskusstatue vor der Kathedrale und einem kurzen Besuch in die Kathedrale, Santa Maria Assunta. Mit einem Loblied stimmen wir uns auf unseren Pilgertag ein. Wir pilgern nun zum Teil über Pfade und entlang der Via salaria, bis Fonte Cottorella, vorbei an San Giovanni Reatino und über Colonetta weiter, bis wir nach 23 km, wohlbehalten Poggio San Lorenzo, unser erstes Etappenziel erreichen.

Für die heutige Nacht beziehen wir in der Pilgerherberge des Dorfes 2 Zimmern mit jeweils 4 Stockbetten und teilen uns 1 Bad, was, durch rücksichtsvollen Umgang der Pilgerinnen und Pilger, nicht im Geringsten ein Problem darstellt. 

26. Oktober 2025 Poggio San Lorenzo – Kloster Farfa

Nach einer stürmischen und regenreichen Nacht begrüßt uns ein nebelverhangener, frischer Sonntagemorgen. Beim klassischen italienischen Frühstück „Gipfele und Cappuccino“ in der nahgelegenen Bar Drinkho, versprüht die quirlige und herzliche Romina gute Laune, die sich auch auf unsere Gruppe auswirkt.

Gestärkt und motiviert verlassen wir den Ortskern von Poggio San Lorenzo und pilgern, zuerst die engen Gassen abwärts, dann aufwärts bis auf eine Anhöhe. Mitten in einem Olivenhain halten wir für einen kurzen besinnlichen Impuls inne.

Schweigend pilgern wir ziemlich steil abwärts um anschließend einige km auf stark befahrenen Straßen in die Ortschaft Osteria Nuova zu gelangen. 

Von dort führt uns der Pilgerweg wieder über Straßen und Pfaden in das beschauliche, aber verschlafene Städtchen Toffia. Am Hauptplatz vor dem Stadttor bietet sich ein schöner Ausblick auf die umliegenden Hügel mit ausreichend Sitzgelegenheit für die Gruppe und eine ausgiebige Rast – und Verpflegungspause aus dem Rucksack.

Nach einem kurzen Rundgang verlassen wir Toffia und pilgern vorerst der Hauptstraße entlang und anschließend über einen gut angelegten Waldweg, im Auf und Ab bis zum Kloster Farfa in die Casa delle Suore Santa Brigida. Nach einem herzlichen Empfang beziehen wir die geräumigen und gemütlichen Zimmer.

Die Zeit bis zum Abendessen wird genutzt, um das Klostergelände mit den dazugehörigen kleinen Handwerksläden zu erkunden. Beim gemeinsamen, sehr reichhaltigen und leckeren Abendessen aus der Klosterküche, tauschen wir uns über den Pilgertag aus und besprechen das Programm für den folgenden Tag.

27. Oktober 2025 Kloster Farfa – Fara in Sabina – Rom

Gemeinsam feiern wir mit den Nonnen um 7 Uhr in der Klosterkapelle die Eucharistie. Am Schluss der Messfeier stimmen wir das Loblied „Großer Gott wir loben dich“ an und drücken so unsere Dankbarkeit für die Gastfreundschaft und für die Gemeinschaft in unserer Pilgergruppe aus. Nach dem Frühstück versammeln wir uns, bei strahlendem Sonnenschein, vor dem Kloster. Mit einem kurzen Impuls stimmen wir uns für den Aufstieg, im Schweigen, zum Klarissenkloster, Fara in Sabina ein.

Dort empfängt uns Suor Marcella sehr herzlich am Klostereingang. In einer beeindruckenden Führung durch das „Kleine Museum der Stille“ und der alten Klosterküche, brachte Suor Marcella uns die Geschichte der Armen Klarissen näher und führte uns schlussendlich in die Kammer, zu den Leichnamen von den „17 unverdorbenen Nonnen“. Beeindruckt vom Anblick dieser Nonnen folgen wir nun den Ausführungen von Suor Marcella zur deren Geschichte und den dazu laufenden, wissenschaftlichen Forschungsprojekt.

Danach begeben wir uns in den Speisesaal, wo uns zahlreiche Leckerbissen aus der Klosterküche kredenzt werden. Im Anschluss bleibt uns noch genügend Zeit, das Klostergelände besinnlich zu begehen und die Klosterkirche zu besuchen.

Danach geht es durch die schmalen Gassen, durch das Stadttor bis zur Bushaltestelle. Wir nehmen dort den Bus bis zum Bahnhof Montelibretti. Weiter geht es mit dem Zug bis Tiburtina – Rom und von dort mit der Metro zur Basilica di San Paolo fuori le mura.

Hier treffen wir auf die Buspilger unserer Diözese um Bischof Ivo Muser. Gemeinsam feiern wir den Pilgergottesdienst. Danach begeben wir uns mit der Metro zu unserer Pilgerherberge, dem Ostello Marello zum Einchecken und deponieren unserer Rucksäcke.

Gleich danach geht es „per pedes“ zum Ristorante „Da Nazzareno“. Da dort der „avvocato- Heiner Nicolussi ein hochgeschätzter Stammgast ist, werden wir ganz besonders vorzüglich behandelt und verköstigt, sodass in der Folge die Besprechung des folgenden Tages kurzerhand dort, in froher und geselliger Runde abgehalten wird.

28. Oktober 2025 Mit Pilgergruppe des Bischof – Durchschreiten der Hl. Pforte – Messfeier mit Bischof 

Um 10.30 Uhr starten wir zu Fuß von der Unterkunft und pilgern bis zur Basilika Santa Maria Maggiore. Während wir geduldig auf die Buspilger warten, beobachten wir amüsiert das lebhafte, zum Teil auch chaotische Durcheinander zwischen Bussen, Autos und Fußgängern.

Gemeinsam durchschreiten wir mit den Buspilgern die Hl. Pforte, pilgern an der Grabstätte von Papst Franziskus vorbei und holen uns in der Sakristei den Pilgerstempel. Nach dem Gottesdienst steht der restliche Tag zur freien Verfügung. Um 20.00 Uhr starten wir zum gemeinsamen Abendessen in die Trattoria Vecchia Roma, wo wir den Abend in geselliger Runde ausklingen lassen.

29. Oktober 2025 Papstaudienz mit den Buspilgern auf dem Petersplatz.

Bereits um 07.00 Uhr deponieren wir unsre Rucksäcke im Büro des Ostello und begeben uns zu Fuß zum Bahnhof Termini. Von dort nehmen wir die Metro bis Ottaviano. Danach geht es zu Fuß weiter in Richtung Vatikan.

Auf Grund der großräumigen Absperrungen rund um den Vatikan herum, stellt sich das Erreichen des abgesprochenen Treffpunkts mit der Pilgergruppe des Bischofs, als große Herausforderung dar. Dank eines Seminaristen des Vatikans, auf den wir zufällig treffen (wenn es denn Zufall ist?) und ihn nach dem Weg zum Einlass für die Papstaudienz fragen, lädt er uns kurzerhand ein, ihn zu folgen, denn er geht begibt sich auch dort hin. Über eine Parkgarage und Rollbänder erreichen wir nach 5 Minuten den Platz vor dem westlichen Einlass, mit einer unüberschaubaren Menschenmenge.

Zum Glück treffen wir den Bischofssekretär, HH Michael Horrer der ungeduldig auf die Buspilger wartet.  Kurzerhand händigt er uns die Eintrittskarten aus und rät uns, uns gleich einzureihen um auf den Petersplatz einen günstigen Platz zu ergattern. Bereits um 09.00 Uhr haben wir ziemlich zentral einen guten Platz gefunden und stimmen uns auf die bevorstehende Audienz ein und warten gespannt auf das Papamobil von dem aus Papst Leo XIV der Menschenmenge herzlich zuwinkt.

Nach der Audienz geht es zügig über den Petersplatz zurück zur Metrostation Ottaviano und per Metro zurück zur Unterkunft. Es bleibt noch genügend Zeit, um im gegenüberliegenden Bistro gemütlich zusammenzusitzen und uns für die anstehende Heimfahrt zu stärken.

Pünktlich um 14.50 Uhr starten wir mit der Freccia Rossa von Rom nach Bozen und von dort mit den Regionalzügen zurück nach Hause. 

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