Gestartet sind wir am Freitag, 22.08.25 von Müstair aus, knapp nach der Grenze von Südtirol zur Schweiz. Nach einem Segensgebet in der Klosterkirche St. Johann ging es dann los. Über Wiesen und Waldabschnitte kamen wir an St. Maria und Valchava mit schönen bemalten Häusern vorbei. Auf gemütlichen Wegen durch Fuldera und dann von Tschierv ging es rechts die Anhöhe hinauf nach Lü, einem kleinen idyllischen Dorf. Typisch für dort die grünen Lärchenwiesen und rundum ein schönes Bergpanorama.
Beim Gasthaus zum Hirschen waren wir fein Untergebracht, nebenan die Kirche war, gleich wie in den vorangegangenen Dörfern als evangelische Kirche für uns neu. Innen mit Naturholzbänken ausgestattet, standen das Lesepult und die Orgel ziemlich zentral im vorderen Bereich. Die runden Bänke ganz vorne in der Kirche zeugten von Gemeinschaft, da konnte man gut zusammensitzen und beten.
Am zweiten Tag ging es von Lü zur Alp Champatsch mit kurzem Anstieg zum Pass Costaines. Vorbei an Alp Astras zum „God Tamangur“, dem höchstgelegenen Zirmkieferwald Europas. Sehr beeindruckend standen sie da, die großen, alten Zirmkiefern. Noch eine Weile ging es dem Bach entlang hinunter nach S-charl, einem sehr alten, idyllischen Knappendorf. Mit dem Bus kamen wir nach Scuol am Inn, das wegen seiner mineralhaltigen Bäder berühmt ist. In der Jugendherberge wurden wir mit Abendessen und sehr reichhaltigem Frühstück versorgt.
Am Sonntag gings dann über den Jakobsweg in der Anhöhe durch Ftan, Ardez, Guarda nach Lavin. Es sind dies kleine Dörfer mit wunderbar schön bemalten Häusern, beispielhaft renoviert. Wir haben gestaunt über diese Baukultur. In zwei evangelische Kirchen sind wir eingetreten und haben Lieder zum Lob auf Gottes Schöpfung angestimmt. Mit dem Zug kamen wir nach Zernez und dort mit dem Bus weiter nach Müstair bzw. nach Mals im Vinschgau.
Es war eine schöne Pilgerwanderung mit vielen natur- und kulturgeschichtlichen Infos sowie spirituellen Impulsen. Von den 8 Teilnehmenden kamen recht positive Rückmeldungen:
- Es war einfach schön, in der Gemeinschaft auf dem Weg zu sein; durch die Impulse und den Gedankenaustausch wurden wir geistig sehr bereichert und zu Zeugen der Hoffnung.
- Wir haben viele neue Erfahrungen gemacht und es war einfach alles wunderbar.
- Wohltuende Auszeit für Körper, Geist und Seele.
- Es war sehr eindrucksvoll, eine tolle Gemeinschaft, die Unterkunft war auch toll, sauber und familiär.
- Eine kleine Gemeinschaft mit der Inspiration für spirituelle Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe, Vertrauen und Dankbarkeit.
Begleitet wurde die Gruppe von den Pilgerbegleitern Gerhard Kapeller und Maria Theresia Unterkircher, die sich sehr freuen über die gelungenen, schönen drei Tage auf dem Jakobsweg.




